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23. November 2018

Everglades National Park

Die Everglades – was ist das eigentlich? Der Name Everglades bezeichnet eine Landschaft Floridas, die sich vom Lake Okeechobee im Norden des Bundesstaats bis zur südlichen Küste erstreckt. Durch eine weitläufige Prärie schlängelt sich der sogenannte Grasfluss. Während der Regenzeit tritt er über die Ufer und überschwemmt die umliegenden Landstriche. Dann verwandeln sich die Everglades in eine Sumpflandschaft mit ausgedehnten Wasserstraßen und Flussdeltas. Diese dient zahlreichen Tierarten, darunter Wasservögeln wie Flamingos und Reihern sowie Krokodilen, Alligatoren, Manatees und Schwarzbären, als Heimat. Auch der Florida-Puma, das Wappentier des Bundesstaats, ist dort zuhause, wenn auch nur noch in geringer Zahl. An der Küste wird die Landschaft der Everglades von Mangrovenwäldern bestimmt. Die Pflanzen mit den markanten Pfahlwurzeln filtern das Meerwasser und spielen eine wichtige Rolle im Ökosystem Floridas. Im Süden mündet der träge fließende Grasfluss schließlich in den Golf von Mexiko.

Ein Teil der Everglades, der nicht landwirtschaftlich genutzt wird, gehört zum Everglades-Nationalpark, einem 6.000 Quadratmeter großen Gebiet, das bereits im Jahr 1947 unter Naturschutz gestellt wurde. Den Nationalpark erreichen Besucher von Miami aus in etwa einer Stunde mit dem Auto. Von Fort Myers dauert die Anreise in den Westteil des Parks etwa 1,5 Stunden, während Urlauber in Cape Coral ungefähr 2 Stunden für die Hinfahrt einplanen sollten. Die Eingänge zum Nationalpark befinden sich in Shark Valley und Homestead. Die Preise liegen zwischen 8 und 25 USD, je nachdem ob man den Park zu Fuß, mit dem Fahrrad, dem Motorrad oder dem Auto bereist. Eine Jahreskarte kostet 40 USD.

Der Nationalpark ist das ganze Jahr über geöffnet, doch als beste Reisezeit gelten die Herbst- und Wintermonate von Oktober bis April. Dann zieht sich das Wasser zurück, das im regnerischen Sommer weite Teile des Parks überschwemmt. Die meisten Tiere konzentrieren sich in kleinen Gebieten und lassen sich somit leichter beobachten. Auch die Stechmücken sind in der Trockenzeit weniger zahlreich als im Sommer. Ein guter Kompromiss ist der Monat Mai, wenn Luftfeuchtigkeit und Regenwahrscheinlichkeit noch moderat sind und sich weniger Besucher im Park aufhalten als in den Wintermonaten.

Ausflugsmöglichkeiten in den Everglades

Ebenso vielfältig wie die Flora und Fauna der Everglades sind die Möglichkeiten, seine Sehenswürdigkeiten zu erreichen. Äußerst beliebt ist eine Tour mit dem Airboat. Die flachen Boote mit dem markanten Propeller – bekannt aus Filmen und Serien wie CSI Miami – sind perfekt, um über das flache Wasser zu gleiten. Geführte Bootstouren werden unter anderem im Everglades Safari Park angeboten, der sich zwischen Shark Valley und Miami befindet. Erfahrene Bootsführer fahren zu den schönsten Stellen und erzählen Besuchern alles Wissenswerte über die Everglades. Ein weiterer etablierter Anbieter ist Captain Jack´s Airboat Tours. Gäste haben die Wahl, ob sie eine Bootstour durch labyrinthartige Mangrovenwälder machen oder die beeindruckende Weite des überschwemmten Graslands auf sich wirken lassen wollen. Daneben bietet Captain Jack´s Ausflüge mit dem Sumpfbuggy an. Die Fahrt geht durch malerische Zypressenwälder und zu einem See, in dem Besucher mit etwas Glück Flordias berühmte Manatees zu Gesicht bekommen. Wer lieber selber paddeln möchte, ist mit einer Kayaktour bestens beraten. Veranstalter wie Everglades Area Tours bringen Gäste mit dem Motorboot zu den abgelegensten Punkten des Nationalparks. Danach geht es weiter auf Kayaks. Bei der lautlosen Fahrt ist die Chance besonders hoch, scheue Tiere wie Schildkröten, Schlangen, Adler und sogar Delfine zu sehen. Doch natürlich können Urlauber den Nationalpark auch auf eigene Faust erkunden: Boote und Karten der Wasserwege lassen sich in Flamingo sowie im Gulf Coast Visitor Center ausleihen. Zu den beliebtesten Strecken gehört Nine Mile Pond: Hier genießen Urlauber die Einsamkeit der Everglades und bekommen im brackigen Wasser Alligatoren zu Gesicht.

Ganz andere Facetten der Everglades bekommen Besucher zu sehen, die den Nationalpark auf einem der vielen Wanderwege erkunden. Der Tamiami Trail führt im Schatten hoher Laubbäume vorbei an Kanälen, in denen sich Schildkröten und Alligatoren tummeln. Am Ende des Wanderwegs erreicht man den 65 Meter hohen Shark Valley Aussichtsturm, von dem aus Besucher ein herrliches Panorama über den „Grasfluss“ genießen. Der Wanderweg bietet eine Kuriosität: Er führt vorbei am Ochopee Post Office, dem kleinsten Postamt der Welt. Das einzige Gebäude inmitten einsamer Natur bietet Platz für genau eine Person. Dennoch kann man hier Postkarten kaufen und verschicken. Wer den Otter Trail einschlägt, bekommt nicht nur interessante Kalksteinhöhlen zu Gesicht, sondern kann mit etwas Glück auch die namensgebenden Fischotter erspähen.

Neben Wanderern kommen auch Fahrradfahrer im Shark Valley auf ihre Kosten – ein 24 Kilometer langer Radweg mit Aussicht auf die bewaldeten Inseln des Feuchtgebiets macht es möglich. Wer die Everglades unter Wasser erkunden möchte, sollte eine Bootstour zu den sogenannten „Ten Thousand Islands“ vor der Südwestküste Floridas unternehmen. Die weitgehenden unbewohnten Inseln sind ein Refugium für über 200 Arten von Fischen. Besonders Jungfische suchen im Labyrinth der Mangrovenwurzeln Schutz. Daneben laden die unberührten Strände zum Entspannen und Muscheln Sammeln ein. Am nördlichen Ende des Nationalparks liegt Okeechobee, der größte See Floridas und vor allem beliebt bei Anglern, die hier große Barsche an Land ziehen.

Auf Tuchfühlung mit Floridas Alligatoren

Ein fester Bestandteil nicht nur der Populärkultur Floridas, sondern auch der Everglades sind die Alligatoren. Oder genauer gesagt, Alligatoren und Krokodile. Die Everglades sind der einzige Ort, an dem beide Arten gleichzeitig vorkommen, wobei Alligatoren weit häufiger anzutreffen sind. Man sieht die Reptilien meist im Süßwasser, wo sie nach Fischen, Schildkröten und anderen Wassertieren jagen. Die Tiere bewegen sich jedoch auch an Land und überqueren manchmal Straßen und Wanderwege. Respekt sollte man vor den urzeitlichen Echsen haben, Angst vor einem Angriff ist jedoch nicht angebracht. Auch wenn es jährlich zu Alligatorbissen kommt – das Risiko ist mit 1 zu 2,4 Millionen verschwindend gering und lässt sich eindämmen, wenn man sich an die Grundregel hält: Nie ins Wasser gehen, wo es nicht erlaubt ist.

Weitaus weniger einschüchternd als die großen Reptilien sind Baby-Alligatoren. Auf vielen Airboat-Touren können sich Besucher mit einem kleinen Exemplar im Arm fotografieren lassen. Floridas schuppige Nationaltiere leben nicht nur in freier Wildbahn, sondern werden daneben in Alligator Farms gehalten. Die größte von diesen befindet sich in Homestead und beherbergt 2.000 Exemplare. Dort erfahren Besucher nicht nur wertvolle Informationen und sehen bei der Fütterung zu. In den Alligator-Shows vollführen Trainer Kunststücke mit den Echsen. Das „Alligator Wrestling“ sieht nicht nur wild aus, sondern hat auch eine lange Tradition, die bis zu den Ureinwohnern Floridas zurückreicht.

 

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Category: Blog, Nationalparks
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