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22. November 2018

Manatees – Floridas sanfte Riesen 

Manatees, auf Deutsch auch Rundschwanzseekühe genannt, kommen in tropischen Gewässern vor der Küste Westafrikas und Zentralamerikas sowie im Amazonasgebiet vor. Bei der in Florida heimischen Art handelt es sich um Karibik-Manatee `s, die in den flachen Küstengewässern leben, aber auch hunderte Kilometer auf Flüssen zurücklegen können.

Die Meerestiere ernähren sich von Wasserpflanzen wie Seegras und leben normalerweise als Einzelgänger. Eine Ausnahme bildet die Paarungszeit, wenn mehrere Manatee-Bullen um ein Weibchen konkurrieren. Zwischen der Kuh und ihrem Baby besteht eine enge Bindung, die Jungtiere werden bis zu zwei Jahre gestillt. Florida-Manatees können eine Größe von bis zu 4 Meter Länge und ein Gewicht von 450 Kilogramm erreichen. Sie haben eine maximale Lebenserwartung von 60 Jahren. Ihre Intelligenz entspricht in vielen Bereichen der von Delfinen, daneben besitzen die Meeressäuger ein ausgeprägtes Langzeitgedächtnis. Die beste Zeit, um Floridas Manatees zu sehen, sind die Wintermonate von November bis April, wenn die Tiere in den Küstengewässern Schutz vor der Kälte suchen.

Bedrohung und Schutzversuche 

Die sanften Meerestiere haben kaum natürliche Fressfeinde – für Manatees wirklich gefährlich ist jedoch der Mensch, der immer stärker in ihren natürlichen Lebensraum eingreift. Bereits die Ureinwohner der Karibik jagten die Seekühe aufgrund ihres Fleisches und des Fetts. Manatee-Knochen galten als Heilmittel und wurden zu speziellen Tinkturen verarbeitet. Daneben wurden viele der Tiere von Fischern getötet, die sie bezichtigten, ihren Fang zu stehlen. Die Jagd auf Seekühe wurde 1893 offiziell verboten.

Heute stellen vor allem Boote eine Bedrohung dar. Die langsam schwimmenden Manatees werden häufig von Schiffsschrauben verletzt oder gar getötet. Abwässer in den Flüssen rund um die Küste Floridas sorgen für die Vermehrung von Algen, die bei Manatees Erkrankungen des zentralen Nervensystems auslösen. Daneben verenden die Seekühe oft in von Menschen gemachten Konstruktionen wie Schleusentoren oder verfangen sich in Fischernetzen. Manatees gehören zu den bedrohten Spezies und stehen in den USA unter Artenschutz. Neben den etwa 6.000 verbliebenen Tieren befinden sich viele Manatees in Zoos rund um den Globus.

Die besten Orte, um Manatee ’s zu sehen 

Wer die berühmten Karibik-Manatees beobachten will, bekommt dazu in Florida reichhaltige Gelegenheit, und das nicht nur in Aquarien wie Sea World. Besonders in den Wintermonaten, wenn das Meerwasser empfindlich abkühlt, ziehen sich die Seekühe in die warmen Gewässer an der Küste Floridas zurück. Um die Manatees zu sehen, gibt es generell drei Möglichkeiten: Besucher können die Tiere vom Land aus, auf einer Bootsfahrt oder bei einem Tauchgang beobachten.

Wer kein Boot besteigen will, hat im Blue Spring State Park beste Chancen, Manatees bei einem Spaziergang auf den hölzernen Stegen zu sehen. Dank des klaren Wassers lassen sich die Tiere hier gut fotografieren. Für große Ansammlungen von Manatees bekannt ist der Naturkark Three Sisters Springs: Hier wurden schon bis zu 100 Exemplare auf einmal gesichtet. Im TECO Manatee Viewing Center in Apollo Beach beobachten Gäste die Manatees von einem 15 Meter hohen Turm aus. Das Besucherzentrum bietet auch wissenswerte Informationen und um die Lebensweise der Meeressäuger. Wer in Cape Coral Urlaub macht, kann im Sirenia Vista Park geführte Bootstouren buchen, um die Tiere zu bestaunen. Kajaks und Kanus lassen sich im Manatee Springs State Park ausleihen. Besonders für Kinder ist es ein ganz besonders Erlebnis, wenn plötzlich ein Manatee neben dem Boot auftaucht.

Für Besucher, die mit den Seekühen schwimmen möchten, gibt es keinen besseren Ort als den Crystal River mit seinen verzweigten Wasserstraßen und heißen Quellen, die die Seekühe magisch anziehen. In der Kings Bay mit ihrem warmen Wasser kommt man den sanften Meerestieren so nah wie nirgendwo sonst. Zahlreiche Veranstalter bieten geführte Touren zu den besten Manatee-Spots an. Die größte Ansammlung von Seekühen finden Gäste in den Morgenstunden vor, wenn sich die Meeressäuger um die heißen Quellen tummeln. Früh aufstehen lohnt sich also. Mit dem Boot geht es auf den Fluss, wo sachkundige Führer nach Wasserwirbeln Ausschau halten – Anzeichen für Manatees. Danach geht es bewaffnet mit Taucherbrille und Schnorchel ab ins Wasser. Die Tiere sind von Natur aus neugierig und kommen Menschen ganz nahe – vor allem, wenn diese sich nicht bewegen. Ein sogenannter „Manatee-Kuss“ gehört definitiv zu den unvergesslichen Urlaubserlebnissen in Florida. Angst müssen Besucher nicht haben. Manatees sind harmlos. Aufgrund ihrer schlechten Sicht betasten sie unbekannte Objekte, oder eben Menschen, lieber mit dem Maul.

Wichtige Verhaltensregeln beim Umgang mit Manatees 

Manatees gehören zu den bedrohten Arten. Darum wurden in vielen Küstengewässern Floridas Schutzzonen eingerichtet, die man nicht mit dem Boot befahren darf. Auch Schwimmen ist dort verboten. Das gilt auch für Naturparks, in denen man die Manatees von Holzstegen oder dem Kajak aus beobachten darf. Mit den Manatees zu schwimmen ist nur in der Kings Bay erlaubt. Doch auch hier sollte man den Tieren nicht hinterher schwimmen oder ruckartige Bewegungen machen, da dies die Manatees in Stress versetzen kann. Auch das Füttern der wild lebenden Tiere ist verboten. Wer ein Manatee vorsätzlich verletzt oder belästigt, muss mit empfindlichen Strafen rechnen.

 

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Category: Blog, Tierwelt
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