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27. Dezember 2019

Alligatoren und Krokodile in Florida

Sie sind die berühmtesten Tiere des Sunshine State –Alligatoren und Krokodile, die Floridas Feuchtgebiete, manchmal auch Swimmingpools und Golfplätze bewohnen. Nirgendwo sonst in den USA hast du so gute Chancen, die urzeitlichen Reptilien zu beobachten – sei es in Gator Parks, Zoos oder in der freien Wildbahn. Doch welches sind die besten Möglichkeiten, die Tiere zu sehen? Wie unterscheidet man Alligatoren und Krokodile? Und was solltest du im Umgang mit den Echsen beachten? Wir sagen es dir in diesem Artikel.

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Was ist der Unterschied zwischen Alligatoren und Krokodilen?

Auch wenn viele Urlauber eher Alligatoren mit Florida verbinden als Krokodile – beide Arten kommen im Südosten der USA vor und lassen sich deutlich voneinander unterscheiden:

Alligatoren erkennst du aufgrund ihres U-förmigen Mauls, mit dem die Tiere sogar Schildkröten-Panzer knacken können. Ihre bevorzugten Lebensräume sind Flüsse und Seen, Salzwasser vertragen sie hingegen nicht. Die Echsen haben eine Lebenserwartung von 30–50 Jahren und werden im Durchschnitt 3 Meter lang. Der größte je erlegte Alligator brachte ganze 450 Kilogramm auf die Waage, das Durchschnittsgewicht liegt jedoch bei 230 Kilogramm. Etwa 1,3 Millionen Exemplare leben in Florida. Damit ist der amerikanische Alligator glücklicherweise von der Liste der bedrohten Arten verschwunden.

Krokodile weisen eine ähnliche Größe wie Alligatoren auf, besitzen jedoch ein längeres, dünneres Maul. Damit fressen sie vor allem Fische, Krabben und kleine Säugetiere, aber auch Schildkröten. Ferner besitzen Krokodile eine hellere Haut als Alligatoren. Die Tiere bevölkern die Brackwasser- und Salzwasser-Gebiete Südfloridas, fühlen sich jedoch auch in Süßwasser wohl. Nur die nördlichen Gebiete Floridas sind ihnen zu kalt. Krokodile kommen seltener vor als Alligatoren. Nur etwa 2000 Exemplare leben im Sunshine State, seit 1975 erholen sich die Bestände jedoch.

Sind Alligatoren und Krokodile gefährlich?

Obwohl Menschen nicht auf dem Speiseplan der Echsen stehen und sowohl Krokodile als auch Alligatoren sich lieber von den Zweibeinern fernhalten – die Bevölkerungsexplosion in Florida hat dazu geführt, dass Begegnungen zwischen Mensch und Tier nicht ausbleiben. Zwar sind Unfälle selten – so ist es statistisch gesehen wahrscheinlicher, von einer Kuh getötet zu werden als von Alligator oder Krokodil; trotzdem kommt es immer wieder zu tragischen Zwischenfällen.

Hier einige Sicherheitsvorkehrungen zum Umgang mit Alligatoren, die auch für die selteneren Krokodile gelten:

  • Schwimme nur in dafür gekennzeichneten Gebieten, und ausschließlich bei Tageslicht.
  • Spaziere nicht zu nahe an Flussböschungen. Vor allem brütende Weibchen reagieren aggressiv auf Eindringlinge.
  • Nimm deinen Hund bei Spaziergängen am Flussufer an die Leine, damit er keinen Alligator aufschreckt.
  • Falls ein Alligator dich verfolgt, renn davon. Die Tiere sind schnell auf kurze Distanzen, können das Tempo jedoch nicht lange durchhalten.
  • Sollte der Worst Case eintreten und der Alligator zubeißen: Wehre dich mit allen Mitteln und ziele auf Schnauze und Augen.
  • Auch beim Biss eines kleinen Alligators musst du aufgrund tödlicher Infektionsgefahr sofort einen Arzt aufsuchen.
  • Siehst du einen Alligator auf der Straße, halte in jedem Fall Abstand und rufe die Polizei oder die Alligator-Hotline (866-392-4286) an. Die Tiere zu füttern oder zu drangsalieren ist strengstens verboten.
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Wo kann ich Alligatoren und Krokodile beobachten?

Egal ob in der freien Natur, in Zoos oder auf Alligatorfarmen – es gibt zahlreiche Möglichkeiten, die Echsen in Florida zu Gesicht zu bekommen. Welche du wählst, hängt von deinem Geschmack ab: In Parks kommst du den Tieren sehr nah und kannst ihnen beim Fressen zusehen – vor allem für Kinder ein Highlight. Naturfreunde wird es dagegen eher in Floridas ausgedehnte Feuchtgebiete ziehen, wo Alligatoren und Krokodile in ihrem natürlichen Lebensraum vorkommen.

In Gefangenschaft

Gatorland

Bereits seit 1950 ist dieser Themenpark nahe Orlando in Betrieb. Der Park wirbt mit dem Slogan „Gator Capital of the World“ – und tatsächlich: 2.000 Alligatoren und Krokodile leben dort, darunter 2 extrem seltene Albino-Exemplare. In der geschützten Baby Gator Marsh lassen sich süße Baby-Alligatoren bewundern. Doch nicht nur amerikanische Spezies beherbergt der Park. Auch Nil-Krokodile und karibische Vertreter sind im Gatorland zuhause.Reicht es dir nicht, die Tiere vom Boden aus zu sehen? Dann kannst du mit der Seilrutsche über das Krokodilgehege sausen.

GatorWorld Parks

Eine Top-Adresse für Alligatoren-Fans ist dieser Park in der Nähe von Orlando. Hier fährst du mit dem Auto an speziell angelegten Seen vorbei, in denen sich bis zu 400 Tiere tummeln. Besondere Berühmtheit genießt „Big Al“, ein 4 Meter-Riese, mit dem du dich auch fotografieren lassen kannst. Weniger furchteinflößend sind die Baby-Alligatoren, die du auf den Arm nehmen kannst. Die etwas älteren Jungtiere leben in einem speziellen Gehege und reißen sich um die Fleischstücke, die Besucher ihnen geben.

St. Augustine Alligator Farm Zoological Park

In diesem Zoo der Kleinstadt St. Augustine ist den Reptilien ein ganzer Bereich gewidmet, das „Land of Crocodiles“. Nicht nur seltene Albino-Alligatoren bekommst du dort zu sehen. Auch ihre kleineren Verwandten aus China sowie Nil-Krokodile und Ghariale mit markant dünnem Maul nennen den Bereich ihr Zuhause. Außerdem bestaunst du das 5 Meter lange Exemplar Gomek – wenn auch in ausgestopfter Form. Quicklebendig ist dagegen der 4 Meter-Koloss Maximo, ein Salzwasserkrokodil, das sich dank Glasscheibe unter Wasser beobachten lässt. Beim Crocodile Crossing, einem Parkour mit Seilrutsche in den Baumwipfeln, blickst du auf die Krokodile unter dir – wie gut, dass du gesichert bist.

Alligator Attraction

Auf Tuchfühlung mit wilden Tieren gehen die Besucher in diesem Zoo der Kleinstadt Madeira Beach – wie gemacht für Familien mit Kindern. Hier können die Kleinen nicht nur Alligatoren mit Angelruten füttern, sondern die Reptilien sogar auf dem Arm halten und ihnen einen Kuss geben. Gut, der junge Alligator würde vielleicht gerne zuschnappen, aber sein Maul ist zum Glück zugeklebt.

Smugglers Cove Adventure Golf

Ein weiteres ideales Ausflugsziel für Familien stellt Smugglers Cove Adventure Golf in Fort Myers Beach dar. Wer sich nicht zwischen Minigolf und Alligatoren entscheiden kann, ist hier genau richtig. In der Mitte des Golfplatzes befindet sich ein See mit 20-30 Jungtieren. Dort kannst du die Alligatoren mit einer Angel aus Bambus füttern, wenn du die 18 Löcher fertig gespielt hast.

Everglades Alligator Farm

Da die Jagd auf frei lebende Exemplare verboten ist, werden Alligatoren in Florida gezüchtet, um an ihr Fleisch und Leder zu kommen. 45.000 Tiere sollen es insgesamt sein. Allein 2.000 Alligatoren leben auf der Everglades Alligator Farm in Homestead. Dort kannst du den hungrigen Echsen beim Fressen zusehen und bekommst außerdem Showeinlagen geboten. Alligator Wrestling heißt der Nervenkitzel, bei dem die Trainer scheinbar lebensgefährliche Stunts mit den Tieren durchführen – etwa ihren Kopf in den Rachen der Bestie stecken. Am Ende ist es dann aber der Alligator, der gegessen wird. Die frittierten Gator Bites mit scharfer Sauce erfreuen sich in der Südstaaten-Küche großer Beliebtheit.

 

Zu weiteren Tierparks, die Alligatoren und Krokodile beherbergen, gehören:

  • Florida Aquarium, Tampa
  • ZooTampa at Lowry Park
  • Everglades Holiday Park, Fort Lauderdale
  • Naples Zoo
  • Conservancy of Southwest Florida, Naples
  • Shell Factory and Nature Park, Fort Meyers
  • ZooMiami
  • Gator Beach, Pensacola
  • Panama City Beach Zoo.

Wie sieht eine Alligator Farm in der Realität aus?

In unserem kurzen Video kannst du dir ein ungefähres Bild machen wie nah du den Alligatoren kommen kannst. Unser Video zeigt dir die Everglades Alligator Farm.

In freier Wildbahn

Everglades National Park

Floridas „Fluss aus Gras“ stellt das ergiebigste Gebiet dar, um die Reptilien in freier Wildbahn zu beobachten. Außerdem sind die Everglades der einzige Ort auf der Welt, wo du Alligatoren und Krokodile im gleichen Lebensraum siehst. Die Möglichkeiten sind vielfältig:

So kannst du die Everglades auf einer Wanderung erkunden, etwa auf dem Tamiami Trail im Shark Valley oder dem kurzen Anhinga-Trail, der perfekt für Anfänger geeignet ist. Alligator-Sichtungen am Ufer sind fast garantiert, da die Echsen gerne in der Sonne dösen. Und auch auf den Wanderwegen, die beim Nationalpark-Eingang in Homestead beginnen, erhaschst du einen Blick auf Alligatoren. Oder du lässt das Kajak zu Wasser, z. B. auf dem Nine Mile Pond, und beobachtest die Tiere im brackigen Wasser. Dort soll sich immer noch ein 4,5 Meter langes Krokodil aufhalten, das von den Einheimischen „Croczilla“ genannt wird. Auf den allseits beliebten Airboat-Touren gehören Gators zur Hauptattraktion. Da darf auch ein Foto mit einem (harmlosen) Baby-Alligator nicht fehlen.

Oasis Visitor Center im Big Cypress Preserve

Rund 1500 Alligatoren tummeln sich in diesem Naturschutzgebiet nördlich des Everglades National Park. Teilweise lassen diese sich bereits vom Parkplatz aus erspähen. Noch ergiebiger ist eine Wanderung auf den Rundwegen, die nur 5 Minuten in Anspruch nimmt und beim Oasis Visitor Center beginnt. Von hölzernen Stegen aus beobachtest du die Reptilien im Wasser und am Ufer. Wenn du Glück hast, siehst du auch Alligatoren auf Beutefang. Alternativ kannst du mit dem Auto durch das dünn besiedelte Gebiet fahren oder die Echsen beim Kajakfahren erblicken.

Myakka River State Park

Dieses Refugium für Alligatoren erstreckt sich im Sarasota County. Besonders viele Exemplare tummeln sich im als „Deep Hole“ bekannten Wasserloch, das du auf einem 6,5 Kilometer langen Rundweg erreichst. Nur 30 Besucher dürfen den State Park am Tag besuchen, weshalb du frühzeitig anfragen solltest. Auch lohnt es sich, einen relativ windstillen Tag zu wählen, da sich die Alligatoren bei Wind gerne verstecken.

Wakulla Springs State Park

Dieser Park südlich von Tallahassee ist nicht nur bei Schwimmern beliebt, die sich im Quellwasser abkühlen. Dort werden auch Airboat-Touren angeboten, bei denen du Alligatoren beim Sonnenbaden beobachten kannst. Das beeindruckendste Exemplar findest du jedoch in der Wakulla Springs Lodge: „Old Joe“, einen 3 Meter langen ausgestopften Alligator, der 1966 erlegt wurde.

Hillsborough River State Park

Wer in der Tampa Bay unterwegs ist, kann Alligatoren in diesem Naturschutzgebiet zu Gesicht bekommen – entweder auf Wanderungen, Radtouren oder Kajakfahrten. Die Gators sonnen sich gerne am Ufer und auf Baumstämmen.

Weitere Orte, um Alligatoren in freier Natur zu sehen, sind:

  • Corkscrew Swamp Sactuary in der Nähe von Naples
  • Sawgrass Lake Park in St. Petersburg
  • Merritt Island State Wildlife Refuge nahe des Kennedy Space Center
  • Ocala National Forest nördlich von Orlando
  • Everglades & Francis S. Taylor Wildlife Preserve westlich von Fort Lauderdale
  • J. N. „Ding“ Darling National Wildlife Refuge auf Sanibel Island

Wer übrigens gezielt nach den selteneren Krokodilen Ausschau halten will, sollte zum Yachthafen von Flamingo im Süden der Everglades aufbrechen. Dort ist das Wasser salzig und beherbergt somit eher Krokodile als Alligatoren. Auch in der Biscayne Bay vor der Küste Miamis werden die Tiere regelmäßig gesichtet.

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